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Alpenländische Dachsbracke

Alpenländische Dachsbracke

Anfangs planlos zerstreut, danach erfolgreich und zielorientiert

Ein Zuchtziel bei der Alpenländischen Dachsbracke war von vornherein nicht definiert, lag jahrzehntelang im Dunklen. Die Nachzucht der Dachsbracke war in den Händen der Jägerschaft, die bewusst und mit Vorsatz nur auf Leistung züchtete. Form und Farbe vollkommen außer Acht ließen. Zu Zeiten der Gründung des ‚Internationalen Dachsbrackenclubs‘ 1896 waren die Hauptzuchtgebiete noch verteilt auf das Erzgebirge und in die österreichischen Alpenregionen.

Eine verworrene Historie mit weißen Flecken

Wie bei allen Bracken im Alpenraum und den angrenzenden Gefilden beginnt auch der Stammbaum der Alpenländischen Dachsbracke mit größter Wahrscheinlichkeit bei der Keltenbracke, auch Segusier genannt. Lucius Flavius Arrianus (Arrian 92 - 175 n. Chr.) erwähnt in einem seiner Werke die Keltenbracke. Er rühmt ihre besonders feine Nase, erwähnt ihre bedächtige Art der Suche und lobt ihr langsames, leidenschaftliches Jagen mit hellem andauerndem Laut. Seit dem Mittelalter sind Formen der heutigen Dachsbracken bekannt. Durch Züchtung und Mutationen haben sie sich von den hochbeinigen Formen getrennt und sind heute das Bindeglied zwischen den hochläufigen Bracken (z. B. Brandlbracke) und den Zwergbracken vom Schlag der Dachshunde, Dackel oder Teckel. Ihre offizielle Rassebezeichnung lautete bis 1976 „Alpenländische Erzgebirgler Dachsbracke.“ Seit 1910 vertritt der Club Dachsbracke mit Sitz in Österreich die Interessen der Rassehunde und die aller europäischen Dachsbracken-Züchter.

Von der Fédération Cynologique Internationale (FCI) anerkannt

Seit 1975 ist die „Alpenländische Dachsbracke“ eine durch den FCI anerkannte österreichische Hunderasse und wird auszugsweise so definiert:
FCI-Gruppe 6: Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen; Sektion 2: Schweißhunde mit Arbeitsprüfung (Brackier- und Schweißprüfung);
Ursprungsland: Österreich.

Im Jahr 1991 wurde die Alpenländische Dachsbracke offiziell bei den Schweißhunden eingereiht.
Verwendung: Die robuste, wetterharte Alpenländische Dachsbracke wird als Schweißhund zur Nachsuche auf Schalenwild geführt oder bei der Brackierjagd auf Fuchs und Hase verwendet.

Niederläufig mit robustem Körperbau

Klein aber oho! Mit ihrem bis zu 42 cm hohem Widerrist ist die kurzläufige Alpenländische Dachsbracke nicht gerade ein großes Kaliber. Ihr gestreckter Körper aber ist muskulös bei starkknochigem Körperbau und lässt erahnen, welche Kraft und Energie bei diesem Jagdhund freigesetzt werden kann. Ihr dichtes Haarkleid in der Idealfarbe aus Stockhaar und Unterwolle in Hirschrot und häufiger auch mit etwas schwarzer Stichelung verrät, dass ein schweres Wetter bei der Nachsuche im Gebirge ihr kaum etwas ausmachen. Bei einer zweiten Zuchtlinie ist die Dachsbracke glänzend tiefschwarz mit rot-braunem Brand an Pfoten, Läufen, Brust, Kopf und hat über den Augen die beiden scharf begrenzten runden Brände (Vieräugl). Im Prinzip sieht die Dachsbracke hier einer Brandlbracke zum Verwechseln ähnlich. Die Behänge (Ohren) sind hoch angesetzt, breit, mittellang und unten abgerundet. Sie liegen glatt und ohne Falten am Kopf an. Der Gesichtsausdruck der Alpenländischen Dachsbracke ist klug und überaus freundlich.

Die Alpenländische Dachsbracke - bei jeder Jagd ein verlässlicher Partner

Als Gebrauchshund ist sie zäh, robust und einmalig wetterhart - die Alpenländische Dachsbracke. Diese Bracke ist bei einem guten, erfahrenen Jäger bereit, jede jagdliche Aufgabe zu übernehmen, vorausgesetzt, sie wurde vorher auf derartige Aufgaben vorbereitet. In erster Linie aber wird die Dachsbracke als anerkannte Schweißhunderasse zur Nachsuche auf Schalenwild eingesetzt. Hier zeigt die Rasse ihre feine Nase, den absoluten Spurwillen, die Spursicherheit und ist dabei die einzige Schweißhunderasse die fährtenlaut jagt. Am Wild zeigt sie eine sehr gute Schärfe.

Die Brackier- und Stöberjagd sind zwei weitere Einsatzgebiete, wo die Dachsbracke hervorragende Arbeit liefert. Bei der „Lauten Jagd“ die vom Hund alles fordert, soll er auf Weisung des Jägers Wild suchen und spurlaut vor die Schützen treiben.

Dass die Alpenländische Dachsbracke auch zur Wasserarbeit ausgebildet oder zum Apportieren angeleitet werden kann, dürfte nicht allgemein bekannt sein. Aber die Jäger, die Wasser im Revier haben, demonstrieren das mit ihren Dachsbracken erfolgreich, dabei gehen Dachsbracken gern ins Wasser, hat man sie erst daran gewöhnt.
Für Waldjäger ist die Alpenländische Dachsbracke ein nahezu idealer Allroundhund. Auch für den Jäger mit einer Mischjagd aus Wald, Wiese und Wasser ist die Dachsbracke als mittelgroßer Jagdhund ein idealer Begleiter.

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