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Broholmer

Broholmer

Dieser doggenartige Däne verdankt seine Züchtung maßgeblich der bloßen Beschreibung eines großen, gelb-braunen Hundes dänischen Ursprungs, wie Georges-Louis Leclerc de Buffon sie im 18ten Jahrhundert verfasste. Dieser Hund soll bereits im Mittelalter existiert und für die Hirschjagd eingesetzt worden sein, später habe er als Wachhund auf großen Bauernhöfen Verwendung gefunden. Frederik Sehested, Däne, Grundbesitzer, Archäologe und Graf von Broholm, machte diese Vorgabe zum Ziel seiner eigenen Hundezucht. Das Ergebnis war der damals noch "große dänische Hund" genannte Broholmer.

Allgemeines

Inzwischen wird der Broholmer als vom FCI anerkannte Rasse in der Gruppe der Pinscher und Schnauzer, Molossoide und Schweizer Sennenhunde geführt, wobei er in der Sektion der Molosser als "doggenartiger Hund" geführt wird. Die Molosserstatur, geprägt durch ein massiges Aussehen, eine gewisse Körpergröße und einen breiten Kopf, war auch das, was Sehested ursprünglich im Sinn hatte. In ganz Dänemark suchte er Mitte des 19ten Jahrhunderts nach Hunden, die diesem Vorbild entsprachen, und baute aus ihnen eine Zucht auf. Gelb- braun sollte das Fell sein, schwarz die Lefzen, breit der Kopf, kräftig der Hals und stark die Brust.

Gleichzeitig bemühte sich auch der damalige dänische König Friedrich VII um die Züchtung dieses imposanten Vierbeiners. Seine Hunde wurden unter dem Namen Jaegerspris bekannt. Später fanden Vertreter beider Linien den Weg in den Kopenhagener Zoo, wo ihre Zucht weitergeführt wurde. Anfangs sehr beliebt, verlor der Broholmer nach Aufkommen der Deutschen Dogge viele seiner Anhänger. 1940 wurde der letzte Rassevertreter registriert und erst über 30 Jahre später sollte die Rasse wiederentdeckt werden. Einige Nachfahren des ursprünglichen Hundetypus hatten weiterexistiert und waren weiter gezüchtet worden. Die später gegründete "Gesellschaft zur Wiederherstellung der Broholmer Rasse" sowie der dänische Kennelclub ermöglichten schließlich die Wiederauferstehung des Broholmers und seine Anerkennung durch den FCI.

Die heutigen Rassevertreter entsprechen noch immer dem vor 200 Jahren vorgegebenen Ideal, auch wenn neben der braungelben Fellfarbe zwischenzeitlich auch schwarz und gelb mit schwarzer Maske zulässig sind. Der Broholmer ist ein kurzhaariger, kräftiger und eindrucksvoller Wachhund, der insbesondere durch seine starke Vorderhand beeindruckt. Während seine Hinterhand eher durchschnittlich ist, ist sein Kopf ausgeprägt und breit, ebenso der Hals, welcher von etwas lose herabhängender Haut bedeckt wird und dem Broholmer von vorne ein noch mächtigeres Aussehen verleiht. Dasselbe gilt für die breite und tiefe Brust. Rüden erreichen eine Widerristhöhe von etwa 75 Zentimetern und ein Gewicht von 50 bis 70 Kilogramm. Hündinnen werden etwa 70 Zentimeter hoch und erreichen ein Gewicht von 40 bis 60 Kilogramm. Seine Ohren sind mittelgroß und hängend, seine Augen bernsteinfarben.

Erscheinung

Das Aussehen des Broholmers soll entsprechend seiner Verwendung abschreckend wirken, doch hinter dieser Fassade schlummert ein ruhiger, ausgeglichener, freundlicher und gutmütiger, jedoch auch selbstbewusster Hund. Obwohl er bei seiner Arbeit Selbstständigkeit zeigen muss, ist der Broholmer menschenbezogen und seinem Hundeführer ein treuer und anhänglicher Gefährte. Intelligenz und Gelehrigkeit zählen ebenso zu seinen Stärken.

Seine Statur macht den Broholmer eher ungeeignet für Sportarten wie Agility, bei denen das Springen im Vordergrund steht. Wach- und Schutzhundübungen liegen hingegen liegen genau in seinem ursprünglichen Verwendungsgebiet. Auch Sucharbeit könnte diesen Hund begeistern.

Für den Broholmer gilt also "harte Schale, weicher Kern". Dennoch sollte die Wachsamkeit, die mit dem Schutztrieb einhergeht, nicht unterschätzt und in der Erziehung berücksichtigt werden.

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