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Groenlandhund

1. Geschichte

Vor etwa 2000 Jahren kamen nomadisierende Eskimo auf die bis dahin völlig unbewohnte Eisinsel Grönland. Sie hatten ihre unentbehrlichen Helfer bei sich: ihre Schlittenhunde. Diese entwickelten sich im Laufe der Jahrhunderte in der Abgeschiedenheit der arktischen Insel zu einer eigenständigen Rasse der Schlittenhunde. Die harten Lebensbedingungen auf der Insel, der immerwährende Kampf ums Überleben und die natürliche Auslese hatten zur Folge, dass die Hunde fast grenzenlos leistungsfähig und ausdauernd sowie äußerst genügsam wurden.
Damit waren sie die idealen Helfer bei der Eroberung der Pole. Gleich, wer nun von den beiden Amerikanern Cook (1908) und Peary (1909) als erster den Nordpol errreichte - sicher ist, dass beide nur mit "ihren" Grönländern - Menschen und Hunden - ihr Unternehmen vollenden konnten.
Und auch beim Kampf um die Bezwingung des Südpols verdankte der Norweger Amundsen im Jahr 1911 seinen Grönlandhunden den Sieg. Sein Rivale, der Engländer Scott, musste den Irrtum bei der Wahl seiner Transporttiere - er setzte Islandpferde ein - mit dem Leben bezahlen.

Der heutige Rassehund entstand erst nach dem Zweiten Weltkrieg in den skandinavischen Ländern. Deshalb gilt Skandinavien auch als "Ursprungsland" des Grönlandhundes.

2. Wesen

Der Grönlandhund ist ein ausdauernder und harter Arbeiter. Sein Charakter wird einerseits vom Arbeitswillen und andererseits dem Zusammenleben im Rudel bestimmt. Fehlen ihm die Schlittenarbeit, die körperliche Auslastung und die notwendige Disziplin, so zeigen sich seine Energien, und er ist nur noch schwer zu beruhigen. Jeder Grönlandhund sollte entweder allein vor dem Schlitten oder im Gespann arbeiten.
Die strenge Rangordnung, die im Rudel immer wieder neu bestimmt wird, muss auch vom Menschen respektiert werden. Das gilt nicht nur für die Hunde untereinander sondern auch für den Menschen. Er muss sich seinen Platz als Chef erst erringen und dann auch erhalten. Sorgt man für ausreichende Arbeit und klare Führung, so kann man einen Grönlandhund gut halten. Seine scheinbare Wildheit entpuppt sich oft als Ungestüm und Lebensfreude. Für eine liebevolle Ansprache sind Grönlandhunde mehr als dankbar. Kaum zu verhindern ist allerdings, dass Grönlandhunde gern und heftig um die Rangordnung im Rudel streiten, was nur selten ohne Blessuren abgeht. Rudelfremden Hunden gegenüber verhalten sie sich oft recht ablehnend. Auch der alte Bärenjäger ist in vielen Hunden noch sehr lebendig, was nicht verwundert, denn die meisten der in Europa lebenden Hunde stammen von Tieren ab, die aus Alaska eingeführt wurden.

3. Anatomie

3.1 Allgemeine Erscheinung

Starker Polarhund, gebaut für harte Arbeit als Schlittenhund unter extremen Bedingungen.

3.2 Größe

Rüde 60 cm; Hündin 55 cm.

3.3 Gewicht

25 bis 35 kg.

3.4 Kopf

Schädel breit und leicht gewölbt; Stop deutlich ausgeprägt; Schnauze kräftig, keilförmig, nicht spitz; Nasenrücken breit, gerade; Nase im Sommer schwarz, im Winter fleischfarben; Letzen dünn und eng geschlossen; Gebiss außerordentlich kräftig; Scherengebiss.

3.5 Augen

Dunkel oder der Haarfarbe entsprechend, schräg eingesetzt, nicht hervorstehend, mit freiem, furchtlosem Ausdruck.

3.6 Ohren

Dreieckig, aufrecht stehend.

3.7 Hals

Sehr kräftig und kurz.

3.8 Körper

Rumpf sehr stark und gut bemuskelt; Brust breit, tief; Rücken gerade; Lenden breit; Bauch nicht aufgezogen.

3.9 Rute

Buschig, hoch angesetzt, über dem Rücken und seitlich geringelt.

3.10 Gließmaßen

Vorderläufe starkknochig, kräftig bemuskelt, von vorn gesehen gerade; Hinterläufe sehr kräftig, nur leicht bemuskelt, von hinten gesehen gerade.

3.11 Pfoten

Relativ groß, rund, mit starken Krallen und widerstandsfähigen Ballen.

3.12 Haar

Weiche, dichte Unterwolle; langes, rauhes, gerades, dichtes Deckhaar, nicht wellig und ohne Locken.

3.13 Farbe

Alle Farben zugelassen.

3.14 Fehler

Albino.

4. Ratschläge für die Haltung

Die Führung eines Grönlandhundes erfordert viel Einfühlungsvermögen, man muss sich aber auch konsequent durchsetzen können. Wenn er ausreichend beschäftigt wird, ordnet er sich mühelos in sein "Rudel" Familie ein und lernt schnell, was Gebote und Verbote sind.

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