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Jugoslawischer Hirtenhund

Jugoslawischer Hirtenhund

Unter dem Begriff Molosser wird in der Kynologie eine bestimmter Hundetyp verstanden. Ein Hundetyp, der sich durch Massigkeit und Muskolösität auszeichnet. Zu eben diesem Typ zählt der Jugoslawische Hirtenhund.

Geschichte

Seinen Ursprung hat der Jugoslawische Hirtenhund in Serbien und Mazedonien. Dort wird er seit vielen Jahrhunderten als Herdenschutzhund eingesetzt. Seiner Herkunft und seiner Verwendung verdankt dieser Hirtenhund auch seinen zweiten Namen: Šarplaninac, in Anlehnung an das Gebirge Šar Planina zwischen Mazedonien und dem Kosovo.

Charakter

Wie alle Hirtenhunde ist dieser jugoslawische Vertreter sehr eigenwillig und selbstständig. Er ist es gewohnt, ohne menschliche Anweisungen auf eine Herde aufzupassen und selbst zu entscheiden, wie er diese verteidigt. Eben dieses Verhalten macht sich noch heute bei der Erziehung dieser Hunde bemerkbar. Für Hundesport ist der Šarplaninac daher nur bedingt geeignet. Typische Unterordnungsübungen oder das Laufen von Schemata langweilen den intelligenten Vierbeiner schnell und werden zu einer echten Geduldsprobe. Sportarten wie Agility oder Turnierhundesport, die einen starken Fokus auf das Springen legen, sind ähnlich ungeeignet für diese Hunderasse. Das liegt jedoch nicht nur am Charakter, sondern auch an der Molosser-Statur.

Aussehen

Šarplaninac-Rüden erreichen bei einer Widerristhöhe von etwa 62 Zentimetern ein Gewicht von 35 bis 45 Kilogramm. Hündinnen werden etwa 58 Zentimeter hoch und 30 bis 40 Kilogramm schwer. Dieser stämmige Körperbau macht den Šarplaninac schwerfälliger als die typischen Agility-Rassen wie den Jack Russel Terrier und den Australian Shepherd. Außerdem belasten seine Größe und sein Gewicht bei zu exzessivem Springen Rücken und Gelenke.

Hinzu kommt, dass Hirtenhunde eher ruhige, überlegte Zeitgenossen sind, die eine Situation gerne erst einmal in aller Ruhe in Augenschein nehmen, bevor sie handeln. Eine von Geschwindigkeit bestimmte Sportart eigent sich für sie daher weniger.

Der Hang zum Beobachten wird auch im Alltag deutlich. Egal ob beim Spaziergang oder im eigenen Haus – der Šarplaninac sieht sich alles und jeden sehr genau an. Glaubt er, eine Gefahr erkannt zu haben, zeigt sich sein Schutztrieb: Er schlägt an und versucht, den Eindringling zu vertreiben. Und hinter diesem Bellen steckt meist purer Ernst, denn Šarplaninacs sind selbstsicher, stehen zu ihrer Entscheidung und weichen selten vor einem selbsterklärten Feind zurück.

Dabei werden sie aufgrund ihres langen und plüschigen Fells gerne für große, gemütliche Teddybären gehalten. Ganz unverdient ist dieser Ruf nicht, denn im Grunde ist der Šarplaninac sehr gutmütig und geduldig, solange er keine Gefahr erkennt. Sein Haarkleid besteht aus langem Stockhaar mit reichlich Unterwolle. Das darüber liegende Deckhaar kann alle Nuancen von hellgrau bis schwarz aufweisen. Am Kopf und den verhältnismäßig kleinen, V-förmigen Ohren ist das Fell kürzer und zeigt eine dunkle Maske. Den Hals umgibt eine Art Löwenmähne aus dichtem, längerem Haar. Auch an der Hinterseite der Beine und der Rute zeigt sich starker Haarwuchs, was dem Šarplaninac lange Aufenthalte unter freiem Himmel auch bei unwirtlichem Wetter ermöglicht.

Wie bei allen Molossern ist sein gesamter Körper von den Pfoten bis zum Kopf breit und eindrucksvoll gebaut. Die Nase ist schwarz, die mandelförmigen Augen weisen einen hellen bis dunklen Braunton auf.

In Europa ist der Jugoslawische Hirtenhund bisher wenig verbreitet. Erst in den 1970er Jahren fand er den Weg in diese Breitengrade. Entsprechend ungewohnt ist seine recht spezielle Art und Eigenständigkeit für die meisten Hundehalter. Mit konsequenter Erziehung und unter Rücksichtnahme auf seine charakterlichen Eigenheiten kann dieser intelligente Sturkopf dennoch ein treuer und ausgeglichener Familienhund werden.

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