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Kanaan Hund

Kanaan Hund

Erst im Jahr 1974 wurde der Kanaan Hund vom FCI als Rasse anerkannt, doch gerade diese Hunde können auf eine sehr lange Geschichte zurückblicken. Wie es der Name schon sagt, stammt diese Rasse aus dem Lande Kanaan. Ob er dort tatsächlich schon die Zelte Abrahams bewachte, das lässt sich zum Leidwesen seiner Anhänger heute nicht mehr beweisen. Aber mit Sicherheit ist diese Form des Haushundes schon sehr alt, was man an Darstellungen auf antiken Münzen und sogar vorgeschichtlichen Felszeichnungen sehen kann. Dort findet man Abbildungen von quadratisch gebauten Hunden mit Stehohren, Schwänzen in Ringelform und einem kurzen Haarkleid.

In den Fokus der kynologisch interessierten Öffentlichkeit rückte der Kanaan Hund, als Professor Rudolfina Menzel in den 30er Jahren im damaligen Palästina Hunde für militärische Zwecke ausbilden sollte. Denn die extra dafür importierten Diensthunderassen kamen mit dem dort herrschenden Klima nicht zurecht, wurden anfällig für Krankheiten und waren auch einfach nicht zäh genug für das unwegsame Gebiet.
Aufgrund dieser Fehlschläge begann Professor Menzel damit, ein paar der Pariahunde einzufangen und zu zähmen, die am Rande der Siedlungen nach Futter suchten. Sie war sehr schnell begeistert, von den gelehrigen und umgänglichen Hunden. Und schnell stellte sich auch heraus, dass diese Hunde über einen so ausgezeichneten Geruchssinn verfügten, dass sie sich ideal als Fährtenhunde eigneten. Und sogar der erste dort eingesetzte Minensuchhund war ein Kanaan Hund!
Nach Professor Menzels Ansicht handelte es sich bei den Pariahunden um eine eigene Rasse und ihr Ziel war deren Reinzucht. Doch die eigentliche Zucht begann erst nach ihrem Tod im Jahr 1973, nachdem man den von ihr vorgegebenen Standard in einigen Teilen überarbeitet hatte und die Rasse vom FCI anerkannt war.

Die Standards der Rasse

Der Kanaan Hund sollte auch nach Generationen der Reinzucht dazu in der Lage sein, in der Wüste überleben zu können. Die Bascis dafür sind ausgeprägte Instinkte und ein Fell, welches ihn gleichzeitig vor Kälte wie auch vor dem Austrocknen schützt. Sein Knochenbau und die Winkelung seiner Gliedmaßen sind so beschaffen, dass er viele Kilometer auf steinigem und hartem Boden laufen kann, ohne zu ermüden. Seine Pfoten sind dazu geeignet, weite Distanzen in einem kurzen raschen Trab zu überwinden, ohne wund zu werden.

Der Charakter

Fremden gegenüber ist er eher misstrauisch und scheu eingestellt. Denn nur aufgrund dieser Mentalität hat er in der Natur eine Überlebenschance.
Er ist ein unglaublich guter Wachhund, denn er verteidigt Haus und Hof im Notfall auch mit seinem starken Kiefer. Sobald er aber sein eigenes Territorium verlässt, verändert sich sein Verhalten grundlegend. In fremder Umgebung ist er eher passiv. Aus diesem Grund kommen kaum Raufereien mit anderen Hunden beim Spaziergang oder beim Sport vor.
Es ist eine Freude mit diesem aufmerksamen Hund zu laufen, er ist interessiert an seiner Umgebung und ihm entgeht kein anderes Lebewesen.
Der Kanaan Hund ist unkompliziert in der Haltung, da er sehr anpassungsfähig ist. Er kann sehr gut auf einem Hof gehalten werden, wo er Kleinvieh zuverlässig hütet und bewacht. Aber auch die Wohnungshaltung stellt kein Problem für ihn dar. Solange er viel Auslauf bekommt, fühlt er sich auch dort wohl.
Im Zusammenleben mit dem Menschen ist er herzlich aber leicht distanziert. Er ist das komplette Gegenteil von einem Schoßhund. Seine Treue und Anhänglichkeit demonstriert er auf eine andere Weise. Stets behält er „seinen“ Menschen im Blick, auch aus der Entfernung sind immer alle seine Sinne auf seine Bezugsperson gerichtet.

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