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Karelischer Bärenhund

Karelischer Bärenhund

Der Karelische Bärenhund ist ein im Norden geschätzter, sehr eigenständig arbeitender Schutz- und Jagdhund. Er wird vor allem für die Jagd auf Elche und Bären verwendet, sucht das Hochwild lautlos und stellt es dann laut bellend.

Ursprungsland: Finnland

In der FCI ist der Karelische Bärenhund unter der Standard-Nummer 48, Gruppe 5, Sektion 2 (Nordische Jagdhunde, mit Arbeitsprüfung in den skandinavischen Ländern) gelistet.
Die Widerristhöhe beträgt bei Rüden 53 - 58 cm, bei Hündinnen 50 - 54 cm. Das Gewicht schwankt von 25 - 28 kg (Rüde), 17 - 20 kg (Hündin). Der Körperbau wir als stämmig, muskulös und fast quadratisch angegeben. Die Lebenserwartung dieser robusten Rasse beträgt 10 - 15 Jahre. Der Karelische Bärenhund gehört zu den ursprünglichen, spitzartigen Hunderassen und ist nicht für Anfänger geeignet.

Geschichte, Herkunft, Entwicklung

Als Stammvater des Karelischen Bärenhundes wird der Zyrianer angesehen, dem Erscheinungsbild nach ähnelt er den Laika-Rassen. Eigentlicher Ursprung dieser Hunderasse ist der russische Teil Kareliens, eine raue und weitläufige Gegend in Nordosteuropa unterhalb Finnlands. Dort wurde der Hund überwiegend zur Jagd eingesetzt, entwickelte einen eigenständigen Charakter und jede Menge Mut. Die gezielte Zucht begann 1936 in Finnland, mit dem Ziel einen robusten, wesensfesten Schutz- und Jagdhund zu entwickeln, der zuverlässig Laut gibt, ohne das Großwild anzugreifen. Seine Aufgabe ist es, selbstständig Elche und Bären lautlos aufzuspüren und anschließend durch lautes Gebell anzuzeigen und an der Flucht zu hindern. Man sieht dem mittelgroßen Hund seinen Mut nicht an.

Der gewünschte Rassestandard wurde bis 1945 erreicht, 1946 konnten die ersten Exemplare ins Stammbuch eingetragen werden, 1949 wurde der Karelische Bärenhund als eigenständige Rasse von der FCI anerkannt. Heute ist der Karelische Bärenhund hauptsächlich in den ländlichen Gebieten Skandinaviens, bevorzugt in Finnland anzutreffen. Aufgrund seines attraktiven Erscheinungsbildes gelangte der Hund zwischenzeitlich nach Westeuropa, konnte sich jedoch nicht als Begleithund in den Städten durchsetzen, denn er gilt als schwer zu erziehender Ausbrecherkönig mit ausgeprägtem Jagdtrieb und benötigt eine starke, erfahrende Hand. Auch für die Jagd in deutschen Wäldern ist er wenig geeignet, weil er das heimische, scheue Schalenwild vertreibt.

Erscheinungsbild Karelischer Bärenhund

Der Karelische Bärenhund ist ein kompakter, mittelgroßer Hund mit gering ausgeprägter Taille, durchgängiger Behaarung und kräftiger, dichter Unterwolle. Das Deckhaar ist fest und glatt. Die Rute wird erhoben und leicht gerollt getragen, eine weiße Schwanzspitze wird toleriert. Die Fellfarbe ist schwarz oder schwarz mit Brauntönen. Gut abgegrenzte Abzeichen an Hals, Brust, Bauch und an den Läufen gelten als Rassemerkmal. Auf dem muskulösen Nacken sitzt ein länglicher Kopf mit breiten Wangen, stehenden Ohren und mandelförmigen Augen. Sein Gesicht hat einen freundlichen, aufmerksamen Ausdruck.

Wesen, Haltung und Pflege

Der Hund gilt als loyal und unerschrocken und ist ein guter Wachhund mit einem sehr eigenen Kopf. Seinen Halter sieht er als Partner an, nicht als Herr. Im Familienverband verhält er freundlich, Fremden gegenüber reserviert. Als Anfängerhund ist der Karelische Bärenhund nicht geeignet, denn er ordnet sich nur schwer unter und reagiert auf Kommandos eher stur. Aus diesem Grund kann er auch nicht im Hundesport eingesetzt werden. Lange Spaziergänge an der Leine sind Pflicht, Freilauf am besten nur im eingezäunten Gelände. Vor allem anderen Hunden gegenüber verhält er sich dominant und teilweise aggressiv. Er ist ein Einzelgänger, der mit gleichgeschlechtlichen Artgenossen regelmäßig aneinandergerät.

Sein Einsatzgebiet sind Haus, Hof und Wald. In der Wohnung fühlt er sich schnell unterfordert und benötigt eine Aufgabe. Die besten Haltungsbedingungen wären ein Haus mit großem Grundstück, auf dem sich der Hund frei bewegen darf. Der Karelische Bärenhund ist bekannt dafür, stundenlang durch die Gegend zu wildern, sofern sich ihm die Gelegenheit dazu bietet. Am liebsten bewegt er sich im Freien. Er liebt dichten Wald und stöbert gern durchs Unterholz. Soll sich der Hund viel im Haus aufhalten, so sind Kamm und Bürste für die Fellpflege erforderlich, während des Fellwechsels haart er stark. Ansonsten ist der Karelische Bärenhund ein sehr robuster Hund mit ausgezeichneter Gesundheit.

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