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Mittelasiatischer Schäferhund

Mittelasiatischer Schäferhund

Herkunft und Abstammung

Der Zentralasiatische Owtscharka war ursprünglich in der Mongolei und Afghanistan sowie in den Republiken Tadschikistan, Kasachstan, Kirgisistan, Usbekistan und Turkmenistan verbreitet. Dieses enorme Verbreitungsgebiet bringt auch die große Vielfalt der einzelnen Schläge der Rasse mit sich. Pamirhunde oder Sage-Koochee sind besonders ursprüngliche Schläge aus Afghanistan. Alabai sind die großen turkmenischen Schläge, die von einheimischen Hirten sehr geschätzt werden.

Beschreibung und Aussehen

Bei den heute gezüchteten Hunden handelt es sich meistens um Mischtypen aus unterschiedlichen Schlägen. Es gibt zum Beispiel leichte, sehr agile und wendige Hunde aus den Steppengebieten oder relativ massige Tiere aus den Bergregionen. Dem großen Spektrum an klimatischen Gegensätzen Zentralasiens begegnen diese Hunde durch eine dichte Unterwolle und unterschiedliche Längen des Deckfells.

Die Schulterhöhen betragen für Rüden mindestens 65 cm und für Hündinnen mindestens 60 cm. Manche besonders kräftige Rüden erreichen mehr als 90 cm Schulterhöhe. Abhängig von Typ und Geschlecht erreichen die Hunde Gewichte zwischen 35 und 90 kg.
Einfarben können über eine dunkle Maske verfügen oder auch gestromt, gefleckt oder gescheckt sein. Die Untertypen richten sich nach der Haarlänge: Sieben bis acht Zentimeter gerade am Rumpf oder auf dem Rücken zeichnen den Langhaartyp aus, der Kurzhaartyp gibt sich mit drei bis fünf Zentimeter zufrieden. Ansonsten finden wir die klassische "Befederung" an den Ohren, an der Brust, an den Läufen, am Bauch und auf der Rute.

Der Kopf ist massiv, hat einen breiten Schädelbereich und stark entwickelte Backenknochen. Die Stirn ist flach, und die fast rechteckig wirkende Schnauze ist ziemlich breit. Der Nasenschwamm ist mittelstark und schwarz, bei helleren Tieren auch braun. Der Hund verfügt über ein kräftiges, weißes Scherengebiss. Seine halbhoch angesetzten, fast dreieckigen Ohren sind eher klein und hängend.

Der Hund hat einen kräftigen Knochenbau und einen kurzen, muskulösen Hals. Die parallelen Vorder- und Hinterläufe sind kräftig und die kompakten ovalen Pfoten sind ebenfalls stark. Der sichelförmige Schwanz ist hoch angesetzt, befedert und meistens mit einer weißen Spitze besetzt.


Das Wesen des mittelasiatischen Schäferhundes

Dieser Hund zeichnet sich durch ein eher ruhiges Temperament aus, er ist selbstsicher und neigt dazu, selbstständig seine Entscheidungen zu treffen. In bedrohlichen Situationen bleibt er zunächst ruhig und gelassen, um dann spontan einen Angriff zu starten. Seine Kampfstärke und sein Mut sind wichtige Merkmale, die ihn zum Herdenschutzhund gemacht haben. Als "Kuschelhund" für eine kleine Familie, die in einer Stadt lebt, eignet sich der Zentralasiatische Owtscharka eher weniger. Auch verträgt er sich mit fremden Hunden meistens nicht gut.


Gegenseitige Ansprüche zwischen Hund und Besitzer

Der mittelasiatische Schäferhund ist prädestiniert für Viehzüchter und Viehhalter in eher abgelegenen Gegenden, wo Wölfe, Luchse oder streunende Hunde zur Gefahr werden können. Darüber hinaus kann auch jede etwas isoliert lebende Familie, die eine berechtigte Sorge um ihre Sicherheit hat, diesen äußerst fähigen Wächter gut gebrauchen.

Der Besitzer dieses Hundes muss sich Zeit nehmen für dessen Sozialisierung, er braucht etwas Erfahrung und Einfühlungsvermögen, und er muss auch über eine eigene Charakterfestigkeit verfügen, um von dem Tier als "Führungskraft" anerkannt zu werden.


Entwicklung und Lebenserwartung

Die großen Hunde sind meistens Spätentwickler, so auch der mittelasiatische Schäferhund. Erst im Alter von ca. drei Jahren schälen sich so langsam der Typ und die Qualitäten des Tieres heraus. Ihre Lebenserwartung ist relativ hoch. Sogar unter harten afghanischen Lebensbedingungen können diese Tiere bis zu 17 Jahre alt werden. Einzelne Exemplare sind schon über 20 Jahre alt geworden.


Ernährung

Gerade in der Wachstumsphase brauchen die Tiere eine reichhaltige und ausgeglichene Nahrung. Der Besitzer sollte darauf achten, dass der Hund ungefähr ab dem sechsten Monat nicht zu schnell wächst und an Gewicht zunimmt, weil ansonsten mit Wachstumsstörungen gerechnet werden muss. Der erwachsene Hund braucht nicht so viel Futter. Täglich zweimal Füttern und etwas Ruhe nach der Nahrungsaufnahme minimieren das Risiko der Magendrehung, welches bei dieser großen Rasse durchaus besteht.

*Die "Fédération Cynologique Internationale (FCI)" ist international der größte kynologische Dachverband, der für die Anerkennung von Hunderassen zuständig ist und diese durch die Aufteilung in Gruppen und Sektionen systematisiert.

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