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Norwegischer Lundehund

Norwegischer Lundehund

Der Norwegische Lundehund (FCI-Gruppe 5: Spitze und Hunde vom Urtyp, Sektion 2: Nordische Hunde, Standard Nr. 265) ist wie der Name schon sagt eine norwegische Hunderasse. Lunde ist das norwegische Wort für Papageientaucher. Der Lundehund wurde speziell für die Jagd auf den ca. 30 Zentimeter großen Vogel gezüchtet. Dieser nistet in kleinen Höhlen in den zerklüfteten Felsenküsten der Lofoten.

Erste Aufzeichnungen über den Norwegischen Lundehund stammen bereits aus dem Jahr 1591. Somit zählt er zu den ältesten Hunderassen Skandinaviens. Über Jahrhunderte hinweg begleitete der kleine Hund mit dem fuchsähnlichen Aussehen die Jäger auf der Insel Værøy bei der Jagd auf Papageienvögel. Doch nach und nach gingen die Vogeljäger dazu über, Netze für die Jagd zu verwenden. So wurde der Hund als Jagdbegleiter überflüssig. Als auf der Insel eine Hundesteuer eingeführt wurde, nahm der Bestand der Hunde rapide ab. Die letzten verbliebenen Hunde lebten auf der Insel in dem Ort Måstad, wo sie weiterhin mit auf die Jagd genommen wurden. Da der Ort sehr abgelegen liegt, vermischten sie sich nicht mit anderen Hunden. Um 1940 herum starben viele der Lundehunde in Måstad an der Staupe, einer Viruserkrankung, die bei Haushunden immer wieder vorkommt. Ein kleiner Bestand überlebte zum Glück. Zu verdanken ist das auch der Norwegerin Eleonora Christi, die von der Gefahr des Aussterbens der Hunderasse gehört und einige Welpen bei sich in Hamar aufgenommen hatte. Heute gibt es ca. 1000 Norwegische Lundehunde weltweit. In Deutschland leben nur einige wenige Exemplare. Somit ist der Norwegische Lundehund eine recht seltene und in der Anschaffung relativ teure Rasse. Pro Wurf kommen maximal drei Welpen zur Welt.

Der Norwegische Lundehund ist zwischen 32 und 38 Zentimeter groß und wiegt zwischen sechs und neun Kilogramm. Sein Körper ist von geschmeidiger Statur und recht muskulös. Er hat mittelgroße, dreieckige, aufrecht stehende Ohren und eine mittellange, bogenförmige Rute. Die Augen des Lundehunds sind bernsteinfarben und schräg gestellt. Sein Deckhaar ist dick und rau, aber mit weicher Unterwolle. So hält er es auch ohne Probleme bei kalten Temperaturen im Freien aus. Sein Fell ist recht kurz. Es ist schwarz, grau oder rotbraun mit weißen Abzeichen. Es gibt auch einige weiße Exemplare mit schwarzen Abzeichen. Seine Lebenserwartung beträgt 12 bis 14 Jahre. Der Körper des Lundehunds weist einige besondere Merkmale auf: Er kann seine Ohren durch eine Querfalte im Ohrknorpel vor Wasser und Schmutz verschließen, was ihm beim Tauchen nach Vögeln zugutekommt. Außerdem hat er sechs Zehen an jedem Fuß, so dass er sich auch auf steilsten Hängen und im Felsgeröll sicher fortbewegen kann. Seine Vorderbeine kann er bis zum Spagat spreizen und den Kopf so weit nach hinten drehen, dass er direkt auf den Schultern aufliegt. Er hat auch bis zu acht Zähne weniger als gewöhnliche Hunde.

Der kleine Lundehund zeichnet sich durch sein lebhaftes, aufmerksames und freundliches Wesen aus. Er ist wachsam und kinderlieb. Neuem begegnet er zunächst scheu und mit Vorsicht. Unbekanntes vermeldet er mit lautem Bellen. Der Lundehund ist sehr agil und verspielt und eignet sich gut für sämtliche Hundesportarten (ausgenommen Zughundesport). Da er Aufgaben aber oftmals lieber auf seine eigene Art ausführt, muss man etwas Geduld mit ihm haben. Er liebt ausgiebige Spaziergänge, ist ein ausgezeichneter Schwimmer und gilt als idealer Familienhund. Allerdings braucht der lebhafte Hund viel Beschäftigung, um seinen Jagdinstinkt etwas einzudämmen.

In der Heimat des Lundehunds wird hauptsächlich Fisch und Geflügel gegessen. Dieses Ernährungsschema sollte beibehalten werden. Denn fettreiches Fleisch verursacht bei dem kleinen Hund heftigen Durchfall und Erbrechen. Dieses Phänomen wird auch als "Lundehund-Syndrom" bezeichnet.

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